Doch auch der beste IT-Schutz bietet keine 100%ige Sicherheit. Unternehmen, welche abhängig sind von der unmittelbaren Verfügbarkeit von digitalen Daten (Kundendaten, E-Mail, etc.) oder welche über eine kritische Infrastruktur am Netz (Maschinen, Server, Webseiten, etc.) haben, sollten angesichts der weiter zunehmenden Cyber-Angriffen eine Cyber-Versicherung zumindest ernsthaft prüfen.
Unter einem Cyber-Angriff wird dabei nicht nur der klassische Hackerangriff oder die Schadsoftware verstanden, auch die vorsätzliche Handlung von Angestellten, die fehlerhafte Bedienung des Computernetzwerkes und Social Engineering kann versichert werden. Unter Social Engineering versteht man die zwischenmenschliche Beeinflussung mit dem Ziel, bei Personen bestimmte Verhaltensweisen hervorzurufen, wie z. B. zur Preisgabe von vertraulichen Informationen, zu Zahlungen von (falschen) Rechnungen oder zum Kauf von Produkt zu bewegen. Dabei wird das persönliche Umfeld des Opfers ausspioniert, falsche Identitäten vorgetäuscht oder Verhaltensweisen wie Autoritätshörigkeit ausgenutzt.
Unabhängig vom Vorgehen kann ein Hackerangriff sehr hohe Kosten verursachen: Datenwiederherstellung, Betriebsunterbruch, Vermögensverlust bei eBanking-Hacking, aber auch IT-forensische Dienstleistungen, Krisenkommunikation und teilweise Lösegeldforderungen werden von Cyber-Versicherungen übernommen.