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PVA Versicherung Gebäude

15. Oktober 2021

Photovoltaikanlage: Risiken und Versicherungsschutz

Sturm, Hagel, Feuer oder technische Defekte: So schützen Sie Ihre Photovoltaikanlage mit dem passenden Versicherungsschutz vor hohen Kosten.

Kurz zusammengefasst

  • Photovoltaikanlagen richtig absichern: Solaranlagen sind hohen Investitionswerten und verschiedenen Risiken wie Sturm, Hagel, Feuer oder technischen Defekten ausgesetzt.
  • Versicherungsschutz geht über das Gebäude hinaus: Je nach Situation können neben Sachschäden auch Ertragsausfälle und weitere Folgekosten versichert werden.
  • Versicherungskonzept individuell prüfen: Die optimale Absicherung hängt von Anlagetyp, Eigentumsverhältnissen und der vorhandenen Gebäudeversicherung ab.

Photovoltaik-Anlagen sind diversen Gefahren ausgesetzt. Blitz, Hagel, Sturm – aber auch Stormwirkungsschäden, Vandalismus oder gar Tierschäden gehören dazu. Es empfiehlt sich, die Versicherungsdeckung genau zu prüfen. Die kantonale Gebäudeversicherung deckt nur einen Teil der Risiken, eine Zusatzversicherung kann sich lohnen.

Was deckt die kantonale Gebäudeversicherung GVA?

Was deckt die kantonale Gebäudeversicherung GVA?

Die Kantone regeln den Versicherungsschutz unterschiedlich. Im Kanton Zürich sind Photovoltaik-Anlagen an und auf den Gebäuden bei Feuer- oder Elementarschäden obligatorisch mitversichert (also z.B. bei Brand, Blitz, Hagel oder Schneedruck), dasselbe gilt unter anderem im Kanton St.Gallen. Versichert ist der effektive Sachschaden an der Anlage. Wichtig: Nach Bauabschluss muss die PV-Anlage durch den Eigentümer der kantonalen Gebäueversicheurng gemeldet werden, damit der Schutz aktiv wird. Im Kanton Zürich kann dies über ein Onlineformular gemeldet werden, im Kanton St.Gallen muss eine Meldung an das Grundbuchamt erfolgen.

Kein kantonaler Versicherungsschutz ist für freistehende Anlagen vorhanden. Contracting-Anlagen - sprich Anlagen, die von Dritten betrieben werden - können je nach Kanton freiwillig mitversichert werden.

Was kann zusätzlich versichert werden?

Über eine freiwillige Zusatzversicherung können weitere Risiken versichert werden:

  • Schäden durch Kurzschluss, Überstrom und Überspannung
  • Schäden durch Tiere (Vögel, Marder)
  • Schäden durch Fahrlässigkeit oder falsche Bedienung
  • Schäden durch Vandalismus oder Diebstahl
  • Schäden durch Material- und Konstruktionsfehler
  • Ertragsausfall und Mehrkosten während maximal 24 Monaten, auch bei Feuer-/Elementarereignissen

In der Versicherung mit eingeschlossen können nebst den eigentlichen Modulen auch Wechselrichter, die Tragekonstruktion, Zähler sowie Batterien und Systeme zur Fernbedienung. Bei freistehenden Anlagen ist zudem eine Haftpflicht-Versicherung zu prüfen.

Was kann zusätzlich versichert werden?

Was kostet eine Versicherung?

Eine Zusatzversicherung für ein durchschnittliches Einfamilienhaus kostet ab 80 Franken pro Jahr. Die exakte Prämie hängt von verschiedenen Faktoren ab, nicht zuletzt vom Wert und der Leistung der Anlage. In einigen Kantonen muss zudem die Feuer- und Elementar-Deckung ebenfalls privat versichert werden. Oft lohnt sich auch eine Kombination mit der eigentlichen Gebäudeversicherung. Der Baustein "Haustechnische Anlagen" kann bei den meisten Versicherungen abgeschlossen werden und schützt nicht nur die PV-Anlage, sondern auch die restliche haustechnischen Installationen wie z.B. die Heizung, eine Erdsonde oder auch Saunas und Whirlpools.